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Karahod
gibt es schon lange. Entstanden aus einem Kreis von Jiddisch-Enthusiasten in Hamburg, die auch die Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch in Hamburg gründeten. Mit dabei waren Dorothea Greve (Gesang) und Petra Ritschel (Klarinette). Sie spielten zusammen u.a. 1997 auf dem Jiddish Festival in Jerusalem, Israel, 1999 in der Jüdischen Gemeinde von Wilna, Litauen und 2000 bei der Inszenierung Die Seelenwanderung einer Melodie von Y. L. Peretz in Hamburg,

Oyfn Veg
Ein musikalisch-literarischer Streifzug
Dieses Programm entstand zum 100. Geburtstag von Itzik Manger. In einer atmosphärisch dichten Collage verbindet KARAHOD Manger-O-Ton, Textrezitation, Gesang und die Klezmer-Musik des Schtetl mit seinen Liedern und Geschichten sowie dem Flair der Pariser Bal Musette.
Auf Anfrage wird das Programm als Konzert oder als literarisch-musikalische Reise angeboten, die ein Portrait dieses „Prinzen der jiddischen Balladen“ zeichnet.
Die Künstler:
Dorothea Greve: Gesang, Rezitation, Flöte, Percussion
Mark Kovnatskiy: Violine
Stefan Goreiski: Akkordeon, Gesang, Rezitation

„Und vielleicht muss es auch so sein? Am Rande des Abgrunds wird das Lachen frecher. Ausgebürgert aus meiner Heimat Rumänien, getrennt von meinem geliebten jiddisch-polnischen Städtchen, ohne Pass und Visum zwischen den Grenzen festhängend, verneige ich mich in dieser grotesken Pose vor dem geschätzten Publikum…“
Itzik Manger

Itzik Manger:
Im April 1901 in Czernowitz (Bukowina) als Schneidersohn geboren, zog es den jiddischen Dichter, Dramatiker und Romancier bald in die europäischen Hauptstädte Bukarest und Warschau, wo er sich der surrealistischen Avantgarde verbunden fühlte. Dabei hat Manger bewusst und seinem Temperament entsprechend zu den Wurzeln der jiddischen Poesie zurückgegriffen, indem er sich als Nachfahre jener jiddischen Volkssänger bekannte, die als Badchen oder Marschalik, als Berufsspaßmacher, bei Hochzeiten und zum Purimfest volkstümliche Lieder vorzutragen pflegten.
In Itzik Mangers Dichtung der Londoner Zeit klingt die Klage über den Holocaust und die Schrecknisse des Krieges an.
Er wanderte schließlich 1951 in die Vereinigten Staaten aus. Obwohl er mittlerweile zum anerkanntesten und populärsten jiddischen Lyriker aufgestiegen war, führte der Dichter auch weiterhin in Brooklyn das Leben eines armen heimatlosen Vagabunden.
Nach einem Schlaganfall schafften Freunde den Sterbenskranken 1966 in ein Sanatorium nach Israel, wo er 1969 starb.

„...eine Erinnerung an die einsamen Tage und Nächte, als ich herumstreifte in den Straßen und über die Boulevards von Paris. Die fröhlichsten Momente in dieser unendlichen Verlorenheit waren meine Begegnungen in den Nachtkneipen mit den Schatten der französischen Vagabunden, diesen ausgelassenen Sängern, die vermutlich in ihrem eigenen Vaterland nicht weniger einsam waren als ich. Ein Hauch von Trost...“
Itzik Manger (1901 - 1961)
Dorothea Greve
ist Sängerin und Rezitatorin jiddischer Lieder und Texte, sowie Dozentin für Jiddisch in Hamburg. Die Salomo-Birnbaum-Gesellschaft für Jiddisch in Hamburg wurde von ihr mitbegründet. Sie hat Lehraufträge am "Centro Ebraico" der Universität Urbino/Italien, am Oxford Centre for Yiddish Studies und beim "Yiddish Summer Weimar". Neben ihrer Übersetzungs- und Lehrtätigkeit widmet sie sich verschiedenen künstlerischen Projekten wie Theaterarbeit und der Mitwirkung beim Klezmer-Ensemble Frejlechs.
Mark Kovnatskiy
ist Geigenspieler, Komponist, Tanzlehrer für Jüdische Tänze. 2003 gründete er die erste Moskauer Klezmer Band „Klezmasters“, 2004 Umzug nach Deutschland . Er gastierte bei Festivals wie “Klezfest” in London, „Klez Kanada” (Montreal, 2005, 2006), «Kharkow Klezmer Teg» (Ukraine, 2003), «Klezshul mit Michael Alpert» (St. Petersburg, 2004, 2005), “Klezmer Wochen Weimar” (2004), “Devet Bran” (Prag, 2005), “ Festiwal Kultury ydowskiej w Krakowie ” (Krakau, 2005), “Folk Festival” (Ottawa, 2006), “Ashkenaz” (Toronto, 2006), “Música Viva” (Veruela, Spanien). Mark spielte zusammen mit „Merlin Shepherd Kapelle”, „Aaron Alexander Klezmer Mish-Mosh”, „Kharkov Klezmer Band” und der „Hamburg Klezmer Band“. in Europa, der ehemaligen Sowjetunion und in Amerika. Er ist Preisträger des internationalen Wettbewerbes „Goldene Hanukija“ (2005, 2006). Er wirkte als Lehrer der internationalen Festival-Seminare der jüdischen Musik «Dona Fest» (Moskau, 2005, 2006), «Musik der Yiddishkayt» (Moskau, 2006), «Festival Muzyki I Tradycji Klezmerskiej” (Kazimierz Dolny, Polen, 2006), „Yiddish Fest“ (Moskau, 2007), “KlezVienna” (Wien, 2007), „Sheshory“ (Sheshory, Ukraine, 2007), "Helsinki Klezmer Festival" (Finnland, 2007).
Mit dem Programm Oyfn Veg 2006 erfolgreiche Tournee durch Israel, 2007 bei der Jiddischen Musik- und Theaterwoche in Dresden.
Für Presse & Veranstalter:
Pressefoto
Karahod-Oyfn Veg-Flyer
CD
Von dem Konzert in Haifa Oktober 2006 gibt es einen Mitschnitt auf CD. Diese ist über mich zu beziehen.
Hörbeispiele zu den Produktionen finden Sie unter Musik, Fotos und Texte unter PR-Material
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