valse nomade Stefan Goreiski

Valse Nomade

Eine musikalisch-literarische Hafentour auf den Spuren des Akkordeons

Mit Stefan Goreiski & Matthias Lorenz, Akkordeons, Gitarre, Mandoline, Percussion, Gesang und Rezitation

 

 

Fremd ist der Fremde nur in der Fremde

Sagt uns Karl Valentin. Was liegt also für den In-die-Fremde-Ziehenden näher, als sich mit einem Instrument in der internationalen Sprache der Musik schnell überall neue Freunde zu machen ? Kein Instrument ist dafür so geeignet wie das Akkordeon.

Wo ging es los mit dem Akkordeon ? Wer als Shanty-Fan auf die norddeutsche Waterkant tippt, liegt völlig daneben, denn die Geburtsstunde des Akkordeons liegt im Wien des 19. Jahrhunderts.

Das Akkordeon als treuer Wegbegleiter so manchen Auswanderers oder berufsmäßig sich dem Meer Anvertrauenden fand bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zuge von Kolonialisierung und Missionierung weltweite Verbreitung.

Hans Groß: Matrose auf "U9", 1915

Über die Hafenstädte verschickt und verschleppt hat es sich in die einheimischen Musiktraditionen eingenistet und organisch verankert und diese von Sarajewo bis Soweto, Buenos Aires bis Bombay mitgeprägt.

So entstanden Musikstile wie der Tango (Argentinien, Finnland), Cajun und Tex-Mex (USA) und nicht zuletzt das Shanty, als Seemannslied das internationale Bindeglied zwischen den verschiedenen Kulturen.

Diese, dem Wind und dem Meer abgelauschten Melodien werden aufgelockert  von dazwischen gestreuten literarischen Texten von u.a. B. Traven, Fritz Graßhoff, Joachim Ringelnatz, Christian Morgenstern, Theodor Storm, Theodor Fontane, Joseph Roth, Le Clézio, Hans Leip, Bertold Brecht, Rio Reiser über das Auswandern, Unterwegssein, Ankommen und die Sehnsucht nach der Ferne.

 

Matthias Lorenz ist mit seiner diatonischen Handharmonika seit Jahren treuer musikalischer Kompagnon und gründete mit Stefan Goreiski das Duo Quetschenkomplott, das später mit Ulrich Kodjo Wendt zu einem Trio erweitert wurde.

Quetschenkomplott 1994

 


www.stefan-goreiski.de